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Logo: Stiftung Naturschutz Thüringen

Stiftung aktuell

Dienstleistungsvertrag zwischen Bundesforst und Stiftung Naturschutz Thüringen zur forstlichen Betreuung der ehemalige innerdeutschen Grenze unterzeichnet

Am ersten Januar war es soweit. Gut 20 Jahre nach dem Mauerfall gelangte die Stiftung Naturschutz Thüringen in den Besitz aller derzeit noch bundeseigenen Flächen am GRÜNEN BAND. Hierzu hat sie mit dem Land eine Vereinbarung geschlossen, in der sie sich verpflichtet,“… das GRÜNE BAND für künftige Generationen als Teil des Nationalen Naturerbes wie auch als Teil deutscher und europäischer Nachkriegsgeschichte im Sinne eines grünen Mahnmals sichtbar und begreifbar zu machen.“ Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist die Unterstützung vieler Akteure gefragt. Die Bundesförster, die sich bereits zuvor, als die Flächen noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehörten, übernehmen dabei die forstlich Betreuung, die Thüringer Landgesellschaft die Liegenschaftsverwaltung.

Das GRÜNE BAND Thüringen, so wird die ehemalige Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland genannt. Wo früher Stacheldraht und Minen herrschten, regiert heute die Natur. Ein einzigartiger Biotopverbund ist dort entstanden, wo Jahrzehnte lang niemand einen Fuß zu setzen wagte. Braunkelchen, Wanstschrecke und selte-ne Orchideen haben von der unmenschlichen Grenze profitiert und sollen nun ihren Lebensraum behalten, während gleichzeitig die Menschen das GRÜNE BAND als Er-innerungslandschaft erleben.

Diese doppelte Verantwortung, das GRÜNE BAND für die Natur zu erhalten und zu entwickeln, aber auch für die Menschen im Gedenken an die deutsche Teilung erlebbar zu machen, hat sich nun auf die Schultern der Stiftung Naturschutz Thüringen verlagert. Etwa 3700 ha im GRÜNEN BAND, die heute noch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet werden, wechseln nun in das Eigentum der Stiftung. Bedenkt man, dass das GRÜNE BAND in Deutschland insgesamt ca. 1400 km lang ist und dabei auf Thüringen ca. 763 km mit ca. 6400 ha, also gut die Hälfte, entfallen, so bedeutet dies, dass die Stiftung Naturschutz Thüringen gut ein Viertel des GRÜNEN BANDES in Deutschland betreut.

Unabhängig von der eigentumsrechtlichen Zuordnung der einzelnen Flächen (die sich über einige Monate hinziehen dürfte) kann die Stiftung seit dem Stichtag 1. Januar 2010 über diesen Grundbesitz verfügen.

Schon jetzt gibt es eine Fülle von Wünschen, Anregungen und konkreten Vorschlä-gen für einzelne Projekte im oder am GRÜNEN BAND. Weitere Ideen, Vorschläge und Anträge können über die Homepage der Stiftung www.stiftung-naturschutz-thueringen.de, aber gern auch in einem persönlichen Gespräch an den Mann und an die Frau gebracht werden.

Meldung vom Dienstag, 23.02.2010

Übernahme des GRÜNEN BANDES

Am 2. September 2009 unterzeichnet die Stiftung Naturschutz Thüringen eine Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen  zur Übernahme des GRÜNEN BANDES

v.l.n.r. Staatssekretär Stefan Baldus, Vorstandsmitglied Dr. Dieter Franz, Vorstandsmitglied Beate Schrader 

Das GRÜNE BAND Thüringen, so wird die ehemalige Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland genannt. Wo früher Stacheldraht und Minen herrschten, regiert heute die Natur. Ein einzigartiger Biotopverbund ist dort entstanden, wo Jahrzehnte lang niemand einen Fuß zu setzen wagte. Braunkelchen, Wanstschrecke und seltene Orchideen haben von der unmenschlichen Grenze profitiert und sollen nun ihren Lebensraum behalten, während gleichzeitig die Menschen das GRÜNE BAND als Erinnerungslandschaft erleben.  

 

Diese doppelte Verantwortung, das GRÜNE BAND für die Natur zu erhalten und zu entwickeln, aber auch für die Menschen im Gedenken an die deutsche Teilung erlebbar zu machen, verlagert sich nun auf die Schultern der Stiftung Naturschutz Thüringen. Etwa 4000 ha im GRÜNEN BAND, die heute noch von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet werden, sollen in Kürze in das Eigentum der Stiftung wechseln.  

 

Dies schließt nicht aus, dass auch danach noch einige Flächen nach Mauergesetz auf die Alteigentümer übertragen werden. Man geht daher nur von einem Umfang von ca. 3600 bis 3800 ha aus, die dauerhaft bei der Stiftung verbleiben. Bedenkt man, dass das GRÜNE BAND in Deutschland insgesamt ca. 1400 km lang ist und dabei auf Thüringen ca. 763 km mit ca. 6400 ha, also gut die Hälfte, entfallen, so bedeutet dies, dass die Stiftung Naturschutz Thüringen mehr als ein Viertel des GRÜNEN BANDES in Deutschland betreut.

 

„Es ist ein riesiger Vertrauensbeweis für die Stiftung“, so das Vorstandsmitglied Herr Dr. Dieter Franz anlässlich der Unterzeichnung, “mit dem heutigen Tag peu à peu das Eigentum und die Verantwortung für den Erhalt, die Pflege und Weiterentwicklung der dem Freistaat zustehenden Liegenschaften im Grünen Band übernehmen zu dürfen.“

 

Rückblende: Bereits 2003 begannen die Gespräche der Länder mit den Bundesministerien für Finanzen und Umwelt mit dem Ziel, die im Bundesbesitz befindlichen Flächen des GRÜNEN BANDES in das Eigentum der Bundesländer zu übertragen. Der Freistaat Thüringen stellte in Folge dessen im Dezember 2003 den Antrag auf unentgeltliche Zuordnung der bundeseigenen Flächen. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom November 2005 heißt es: „Wir werden daher gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes (inkl. Flächen des „GRÜNEN BANDES“) … unentgeltlich in eine Bundesstiftung einbringen oder an die Länder übertragen.“ Trotzdem dauerte es noch drei weitere Jahre und bedurfte langer, zäher Verhandlungen um die Übernahme der Personalkosten für die bislang im GRÜNEN BAND tätigen Bundesförster bis am 9. November 2008 eine Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Freistatt Thüringen unterzeichnet werden konnte.  

 

 

Somit war der Weg frei, eine Vermögenszuordnung zugunsten der Stiftung Naturschutz zu beantragen. Fast frei, denn mit Kapitalerträgen zwischen 100.000 und 150.000 € im Jahr war und ist die Stiftung deutlich überfordert, die eingangs zitierten Aufgaben bei der Entwicklung des GRÜNEN BANDES zu erfüllen. Folgerichtig musste wiederum eine Vereinbarung zwischen Freistaat und Stiftung abgeschlossen werden, nach der sich die Stiftung verpflichtet, das „GRÜNE BAND für künftige Generationen als Teil des Nationalen Naturerbes wie auch als Teil deutscher und europäischer Nachkriegsgeschichte im Sinne eines grünen Mahnmals sichtbar und begreifbar zu machen.“ Gleichzeitig verpflichtet sich der Freistaat, die Stiftung bei der Verwaltung, Erhaltung und Entwicklung des GRÜNEN BANDES im notwendigen Umfang zu unterstützen und stellt sie von allen Haftungsansprüchen bezüglich Altlasten und Kampfmitteln frei.

Zum 1. Januar soll es nun soweit sein. Unabhängig vom konkreten Stand der Vermögenszuordnung des einzelnen Flurstücks sollen alle ehemaligen Bundesflächen in den Besitz der Stiftung gehen.  

 

Und dann?

Schon jetzt gibt es eine Fülle von Wünschen, Anregungen und konkreten Vorschlägen für einzelne Projekte im oder am Grünen Band. Allein könnten die wenigen Mitarbeiter/innen der Stiftung dieser Aufgabe sicher nicht gerecht werden. Ihnen stehen die Bundesförster für forstwirtschaftliche Maßnahmen von der Verkehrssicherungspflicht über den Forstschutz bis zu Waldumbaumaßnahmen zur Seite. Die Thüringer Landgesellschaft wird voraussichtlich das Liegenschaftsmanagement von den Grundbuchangelegenheiten über die Nutzungsrechte  bis zur Wahrung der Eigentümerrechte in der Flurbereinigung und vor allem die Datenpflege übernehmen. Und schließlich sind da die Ämter für Landentwicklung und Flurneuordnung, die Forst- und Landwirtschaftsämter, die Naturschutzbehörden, die LEADER-RAG’s und alle anderen Akteure, die in landesweiten und regionalen Arbeitsgruppen zusammengefasst werden.

 

Die Stiftung hat ihre Ziele analog dem Leitbild der Landesregierung in 5 Punkten zusammengefasst:

  • Naturschutz hat Vorrang, d. h. wertvolle Lebensräume müssen erhalten und entwickelt werden, gefährdete Arten unterstützt werden.
  • Das GRÜNE BAND soll für die Menschen erlebbar sein (Wahrnehmbarkeit, Umweltbildung).
  • Biotoppflege muss langfristig funktionieren (d.h. in der Regel Pflege durch Nutzung).
  • Die Menschen, die am GB leben, sollen sich mit ihm identifizieren können (Inwertsetzung für Naherholung und Tourismus).
  • Das GB soll verbinden (Zusammenarbeit zwischen den Regionen, Ländern, Staaten).

 

Hierüber möchte sie mit den Akteuren vor Ort in Dialog treten. Nicht zuletzt darüber, mit welchen Mitteln, angefangen bei Eigenmitteln der Stiftung über Fördermittel des Landes und des Bundes bis hin zu europäischen Fördermitteln sinnvolle und notwendig Projekte umgesetzt werden können. Oder auch darüber, welche Projekte für die Region oder einen einzelnen Nutzer wirtschaftlich attraktiv sind.

 

Ideen, Vorschläge und Anträge können über die Homepage der Stiftung www.stiftung-naturschutz-thueringen.de, aber gern auch in einem persönlichen Gespräch an den Mann und an die Frau gebracht werden.

 

Für Rückfragen:

Beate Schrader, Tel:.0361/3789283, Beate.Schrader@tlug.thueringen.de

 

Meldung vom Freitag, 11.09.2009

Bundestreffen der Naturschutzstiftungen in Erfurt

27 Vertreter/innen der Naturschutzstiftungen aller Bundesländer und des Bundes trafen sich am 29. Juni im Erfurter Augustinerkloster. Drei Tage lang tauschten sie Erfahrungen aus und lernten die Arbeit der Thüringer Stiftung Naturschutz kennen lernen.

 

Seit 1995 gibt es die Stiftung und sie hat inzwischen etwa 160 Projekte gefördert und hierbei etwa 2 Millionen Euro investiert. Auch durch die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise wurde der Trend zum Stiften nicht gebrochen. Auf der einen Seite wird bürgerschaftliches Engagement wieder groß geschrieben. Auf der anderen Seite werden immer mehr staatliche Aufgaben auf Stiftungen und Zweckbetriebe verlagert, in der Erwartung, dass diese effektiver und unbürokratischer handeln können. „Genau diese Erwartungen haben auch in Thüringen dazu geführt, dass die Stiftung Naturschutz in nächster Zeit vor neuen Herausforderungen stehen wird“, sagte Klaus-Rainer Hoffmann, Präsident der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie und Vorsitzender des Stiftungsrates in seiner Begrüßungsrede. Die Stiftung Naturschutz soll sowohl die fachliche Betreuung der landeseigenen Liegenschaften übernehmen, dies sind immerhin ca. 1.400 ha Grundflächen verteilt über ganz Thüringen, als auch Eigentümerin des GRÜNEN BANDES (ca. 3600 ha verteilt auf 763 km) werden. Das GRÜNE BAND, so wird heute die ehemalige innerdeutsche Grenze genannt, welche sich zum größten zusammenhängenden Biotopverbund Deutschlands und darüber hinaus entlang des „Eisernen Vorhanges“ auch für Europa gemausert hat.

 

Im Rahmen einer Exkursion lernten die Tagungsteilnehmer neben anderen Thüringer Naturschätzen auch einen kleinen Teil des GRÜNEN BANDES kennen und besuchten das Grenzmuseum Point Alpha.

 

Die Fachvorträge standen unter dem Motto "Stiftungen als Flächenverwalter und -manager" 

Meldung vom Mittwoch, 24.06.2009

Jahresbericht 2008

Das Jahr 2008 stand ganz im Zeichen der Umstrukturierung und des Aufgabenwandels. Mit der Behördenstrukturreform erhielt die Stiftung eine Geschäftsstelle. Sie ist als eigenständiges Referat der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie angegliedert und direkt dem Präsidenten unterstellt. Ihren Sitz hat sie in der Halleschen Straße 16 in 99085 Erfurt. Dort unterstützt sie den Vorstand bei der Geschäftsführung, wenn es um die Förderung, die Umsetzung von Projekten oder die naturschutzfachliche Betreuung von Liegenschaften geht.

Apropos Vorstand, auch hier hat sich Einiges geändert.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Werres bestand der Vorstand bis zum November 2008 aus nur zwei Mitgliedern. Am 26.11.2008 wurden Frau Semerau und Herr Dr. Franz für die nächsten fünf Jahre wieder und Frau Schrader als Leiterin der Geschäftsstelle neu in den Vorstand berufen.

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war die Verleihung des 1. Thüringer Naturschutzpreises an die Interessengemeinschaft Fledermausschutz und –forschung Thüringen für das Projekt „Vom Plattenbau zum Fledermausturm“. Der Preis wurde im Rahmen eines Festaktes im Augustinerkloster zu Erfurt feierlich überreicht.

Natürlich ging auch an der Stiftung die weltweite Finanzkrise nicht spurlos vorüber. Zwar konnte dank konservativer Anlagenstrategien das Stiftungskapital erhalten werden, doch der Spielraum für die Förderung von Projekten war deutlich eingeschränkt. Dies spiegelt sich insbesondere in den Förderprojekten aus den Stiftungserträgen wieder, die auf den folgenden Seiten kurz dargestellt sind. Insgesamt wurden 2008 5 Projekte mit einer Fördersumme von 13.201,74 € unterstützt. Aus der Ausgleichsabgabe waren es 2 Projekte mit 56.136,45 € Fördersumme.

Die Eigenprojekte aus der Ausgleichsabgabe konnten weiterentwickelt werden und treten nun, nach Abschluss des Flächenerwerbs, in die Umsetzungsphase. Auch hierüber wird im Folgenden berichtet. Ein Kooperationsprojekt mit der Stadt Erfurt kam hinzu.

Den Jahresbericht 2008 finden Sie hier

 

Meldung vom Montag, 27.04.2009

Logo als Download

Ab sofort können Sie als unser Projektpartner das Logo der Stiftung Naturschutz Thüringen in verschiedenen Formaten von der Seite Downloads laden.

Logo

Hinweise zur Nutzung erhalten Sie auf der Seite Logo.

 

 

 

 

 

 

 

 

Meldung vom Donnerstag, 1.06.2006

Ausstellung Stiftung Naturschutz Thüringen

In einer Ausstellung stellt die Stiftung sich und ihre Tätigkeit dar.  

 

Auf 9 Tafeln werden die Förderschwerpunkte anhand von Beispielen vorgestellt. Für die Besucher liegt zusätzlich ein Faltblatt aus.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert.

Wenn Sie Interesse haben, die Ausstellung bei sich zu präsentieren oder Vorschläge haben, wo die Ausstellung  gezeigt werden könnte, so wenden Sie sich bitte an die Leiterin der Geschäftsstelle der Stiftung Naturschutz Thüringen Frau Beate Schrader (Tel. 0361/3789283).

Weitere Informationen und Fotos zur Ausstellung finden Sie auf der Seite Ausstellung.

 

 

 

 

Fotos: Rolf Knebel

 

 

Meldung vom Freitag, 27.01.2006

Projektdokumentation auf der Website

Die Stiftung Naturschutz Thüringen wird die geförderten Projekte zukünftig ausführlich auf ihrer Website dokumentieren. Eine Thüringenkarte und die umfangreiche Suchfunktion ermöglichen Interessierten gute Orientierung und erlauben einen detaillierten Einblick in die geleistete Förderarbeit.

Meldung vom Dienstag, 17.01.2006