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Im Alperstedter Ried wird wieder gebaut - diesmal vor allem für die Besucher!

Auf den Wilden Weiden nördlich von Alperstedt wird nun im beginnenden Herbst wieder gebaut.
Bisher galten die meisten (Bau-)Maßnahmen von der Stiftung Naturschutz Thüringen vor allem dem Ziel der Wiedervernässung des Kalkniedermoores, der Etablierung der Ganzjahresbeweidung und der Lebensraumverbesserung für die bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Nun sollen endlich auch den Besuchern des Gebietes die versteckten Schätze näher gebracht werden, ohne dabei das sensible Naturschutzgebiet zu schädigen. Aus diesem Grund wird in nächster Zeit wieder fleißig gehandwerkelt. 

Von den Wegen aus sieht man bereits die Rahmen für die Infotafeln, die selbst aber noch ein bisschen auf sich warten lassen. Insgesamt zehn große Tafeln sowie diverse kleine Hinweisschilder sind in Vorbereitung, die über die unterschiedlichsten Themen des Rieds informieren werden.
Auch Fahrradständer an den Zugängen zum Gebiet sind nun vorhanden.

Auf dem Aussichtshügel erleichtert neuerdings ein Fernrohr die Entdeckungen im Gebiet.  
Alles Maßnahmen, die im Rahmen des LEADER- Projektes "Besucherlenkung und Umweltbildung in der Moorlandschaft Alperstedter Ried" durch die Regionale Aktionsgruppe gefördert werden.
Der Aussichtshügel selbst wurde dagegen im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens gebaut.

Derzeit beginnen zudem die Bauarbeiten für den langersehnten Bohlenweg, der auch in nässeren Zeiten, die Besucher heil durchs Moor lenken soll. Die Trockenheit der letzten Monate erleichtert die Bauarbeiten aber ungemein.

Auch ein Aussichtsturm wird den Bohlenweg noch ergänzen und den Besuchern, gerade in der Brutzeit der störungsempfindlichen Wiesenbrüter, einen guten Ausblick ins Gebiet verschaffen. Dann nämlich wird zeitweise der Bohlenweg auch gesperrt sein, um z.B. die Brut der Kiebitze nicht zu gefährden und den Tieren den Vortritt zu lassen, der Ihnen in einem Schutzgebiet gebührt.

Welche Wege auch während der Brutzeit im Frühling die Entdeckung des Moores mit seinen vierbeinigen Landschaftspflegern, den Robustrindern, Wasserbüffeln und Exmoor-Ponys ermöglichen, wird dann deutlich auf den Infotafeln an den Besuchereingängen zu erkennen sein.  


Das Fernrohr auf dem Aussichtshügel erleichtert die Beobachtung der Weidetiere, auch wenn sie einmal tiefer im Gebiet grasen. Foto: Henfling